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Neues Martyrium in einem Pinienwald
Ich fing zu recherchieren an. Ließ nicht locker, bis ich schließlich
erfuhr, dass 40 Kilometer außerhalb von Kiew ein neues Budka, was
Todeshaus bedeutet, eröffnet wurde. Versteckt in einem kleinen
idyllischen Pinienwäldchen. Hermetisch abgeriegelt.
Hierher
kommen nun die von der Straße gefangenen Hunde. Hier werden sie in Boxen
gesteckt, wo sie aufeinander losgehen- und hier lässt man sie auch
verhungern. Im Winter starben die Ärmsten der Armen reihenweise an Schwäche,
Hunger und Kälte. Noch während meiner Anwesenheit in Kiew holte die
unverwüstliche Tierschützerin Galina drei halbverhungerte Hunde aus
Budka. Galina steht jeden Tag stundenlang in einer zugigen U-Bahnunterführung
und bettelt. Manchmal ist ihr Verdienst den ganzen Tag über knapp 50
Pfennig.
Mein Protest beim Direktor
Mein anschließendes Gespräch mit dem zuständigen Direktor Nikolei
Schepez machte mich wütend. Diese Anlage sei kein Budka, verteidigte er
sich, sondern ein Tierheim, und er wisse selbst, dass noch viel im Argen
liegen würde. Zum Schluss wollte er noch wissen, wie ich das
“Tierheim” gefunden hätte.
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