Christa Schechtl's
"Der Schrei" 1

Todeshaus in Odessa entdeckt

Ich fuhr weiter nach Odessa. Professor Leon Mishnaevsky, ein mutiger Mann, der den Hilferuf ins Internet gegeben hatte, erzählte mir von den grauenhaften Zuständen im Budka in Odessa. Liebe Tierfreunde, ich will Ihnen Einzelheiten ersparen. Sie können ein wenig von der Traurigkeit und Gemeinheit, die diesen Tieren widerfährt, aus meinen Bildern entnehmen.

Hier in Odessa werden die Hunde von der Straße gefangen, in einen dunklen Raum gesperrt, ohne Wasser und Futter, nach etwa 7 Tagen 40 bis 45 Tiere in einen Kanister gesteckt und mit Chloroform getötet. Fragen Sie einen Tierarzt, wie lange dieser grauenhafte Tod bei nicht sachgemäßer Ausführung von stets betrunkenen Männern dauert.

"Mit Geld könnten wir den Tieren helfen"

Das Gespräch mit dem Chef dieses Todeshauses ließ mich jedoch etwas Zuversicht schöpfen. Er wäre bereit, Tiere schmerzfrei zu töten, ein Tierheim zu unterhalten und die Hunde dort auch zu versorgen, wenn er finanzielle Hilfe erhalten würde. Der Bürgermeister von Odessa, mit dem ich anschließend sprach, würde "für diese gute Sache" ein Grundstück zur Verfügung stellen.

Liebe Leserin und Leser, ich habe Ihnen die Ukraine deshalb so ausführlich beschrieben, weil gerade hier so unendlich viel zu tun ist und die Grausamkeiten so schlimm sind, wo aber auch die Möglichkeit besteht, tatsächlich das Schlimmste zu verhindern. Meine Recherchen haben ergeben, dass es in jeder größeren Stadt ein Budka gibt.

Todeskandidaten im Budka von Odessa. Alte, kranke, junge, Mütter mit ihren Welpen warten zusammengepfercht auf glitschigem, mit Kot und Urin getränkten Betonboden, bis sie erschlagen oder mit Chloroform getötet werden.

© 2001 - 2017 Christa Schechtl - Start | Impressum | Portalseite | Spenden

Inhalt: